Knieprothese


Schäden am Knie können starke Schmerzen verursachen und die Lebensqualität einschränken. Dabei ist vor allem das Knie für den Verschleiß von Knorpel anfällig, da es sehr komplex ist und starken Belastungen ausgesetzt ist. Wenn konservative Behandlungen nicht mehr greifen, kann durch künstliche Kniegelenke die Funktion des Knies wiederhergestellt werden.

Pro Jahr werden bei uns etwa 450 Knieprothesen eingesetzt. Ursachen, die diesen Eingriff notwendig machen, können Arthrose, rheumatische Veränderungen, Knochennekrosen und posttraumatische Veränderungen sein. Entscheidend für die Prothese ist das Ausmaß der arthrotischen Veränderung und auch der Zustand der Bänder und Muskeln muss berücksichtigt werden. Jeder Patient erhält die für ihn individuell geeignete Prothese.

Bei der Knieprothese wird zwischen einer Voll- und einer Teilprothese – der sogenannten Schlittenprothese – unterschieden. Die Schlittenprothese kommt häufig dann zum Einsatz, wenn nur ein Teil des Gelenkes, meistens die Innenseite, von Verschleiß befallen ist und ausgetauscht werden muss. Voraussetzung für den Einsatz einer Schlittenprothese ist, dass die gegenüberliegende Seite unversehrt ist und der Knorpel hinter der Kniescheibe keine wesentlichen Schäden aufweist. Zudem muss für die Stabilität das Kreuzband intakt sein.

Schlittenprothesen machen rund 10 bis 15 Prozent der Knieprothesenoperationen in Deutschland aus. Deutlich häufiger werden an unserer Klinik Vollprothesen implantiert. Dies ist zum Beispiel dann nötig, wenn auch die Außenseite des Kniegelenkes zerstört ist. Die Haltbarkeit einer Knieprothese wird mit 15 bis 20 Jahren angegeben.

Wenn die Bänder ebenfalls beschädigt sind, reicht ein reiner Oberflächenersatz nicht mehr aus. Hier bieten gekoppelte Prothesen die nötige Stabilität. Gekoppelte Prothesen bestehen aus zwei Edelstahlkomponenten für die obere und untere Gelenkfläche und einem beweglichen PET-Kunststoff. Im Unterschied zu nicht gekoppelten Prothesen sind das obere und das untere Prothesenteil bei der gekoppelten Prothese miteinander verbunden.

Für alle drei Formen der Knieprothese gilt: Bereits nach wenigen Tagen ist eine Teilbelastung des Knies wieder möglich. Auf Wunsch des Patienten kann auch zusätzlich ein Schmerzkatheter implantiert werden, der vier Tage nach der OP wieder entfernt wird. Der Vorteil für den Patienten: Die Beweglichkeit des Gelenkes wird deutlich schneller wieder erreicht, wodurch der Patient auch deutlich früher wieder fit wird. Die schnellere Bewegung unterstützt dabei in der Regel die Heilung und das gute Ergebnis.

Auf intensiven Sport wird empfohlen für drei bis sechs Monate nach der OP zu verzichten. Ein früherer Einstieg sollte mit dem Operateur besprochen werden. Sportarten mit einer hohen Stoßbelastung wie Sprungsportarten oder aber auch Sportarten mit einem hohen Sturzrisiko sollten grundsätzlich mit einem künstlichen Gelenk vermieden werden.

Unser Ärzteteam


Dr. med. Joachim Hagenah

Chefarzt

Endoprothetik

Lars Richter

Leitender Oberarzt

Endoprothetik

Bernd Irlenbusch

Oberarzt

Endoprothetik

Dr. med. Tobias Schmenn

Oberarzt

Endoprothetik

Petra Burghardt-Tonkowski

Fachärztin

Endoprothetik

Kontakt & Terminvereinbarung


Heike Eggert-Sponier

Sekretariat Endoprothetik – Zentrum für künstlichen Gelenkersatz

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Ambulanz

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Zu allen anderen Zeiten wird Ihnen in unserer Zentralen Notfallambulanz Tel. 02351 945-0 geholfen.

Zentrale Notfallambulanz