Hüftprothesen


Eine Hüftoperation ist ein großer Eingriff, der gut geplant sein sollte. Im Sinne des Patienten und gerade im Hinblick auf die persönliche Krankengeschichte setzen die Mediziner der Sportklinik Hellersen zunächst auf gelenkerhaltende Maßnahmen. Es gilt der Leitsatz: So früh wie nötig, aber so spät wie möglich. Mit ihrer Erfahrung können die hochspezialisierten Ärzte genau einschätzen, was, wann und wie operiert werden sollte und wo ein Eingriff noch nicht notwendig ist. Jährlich werden an der Sportklinik Hellersen rund 850 Knie- und Hüft-Prothesen eingesetzt oder ausgetauscht.

Hauptursachen für eine Prothese sind Arthrose, Oberschenkelhalsbrüche und rheumatische Erkrankungen. Manchmal führt aber auch ein Knocheninfarkt zu einem Untergang von Knochengewebe (Hüftkopfnekrose) und letztlich zu einem künstlichen Gelenk.

Bereits seit über 17 Jahren wird in der Sportklinik Hellersen die Hüftprothese minimalinvasiv operiert. Die Patienten sind nach einer Operation so deutlich schneller fit und benötigen weniger Schmerzmittel als bei der herkömmlichen Operationstechnik. Entscheidend ist hierbei nicht die Länge des Hautschnittes, sondern das weichteilschonende Vorgehen. Hierbei wird die Hüftmuskulatur nicht durchtrennt, sondern der Operateur verschafft sich einen Zugang durch eine bereits bestehende Lücke zwischen zwei Muskeln, ohne diese zu verletzen.

Anders als in anderen Kliniken wird in der Sportklinik Hellersen der Hautschnitt nicht in der Leiste, sondern seitlich außen am Oberschenkel gesetzt, da diese Stelle in der Regel mit weniger Keimen belastet ist und das Risiko für das Entstehen eines Protheseninfektes daher geringer erscheint. Seit vielen Jahren gehören wir regelmäßig zu den Krankenhäusern mit den wenigsten Infekten bei künstlichen Hüft- und Kniegelenken.

Um weitere Risiken zu minimieren, wird neben der minimalinvasiven Operationstechnik regelmäßig ein sogenanntes Cell-Saver-System in unserer Klinik eingesetzt. Patientenblut, das während der Operation oder in den ersten Stunden nach einer Operation aufgefangen wird, wird mit diesem System gereinigt, wiederaufbereitet und dem Patienten zurückgegeben, sodass die Gabe von Fremdblut nur noch selten notwendig ist.

Jede Prothesenoperation wird sorgfältig mittels einer speziellen Software am Computer geplant. Der Operateur erhält hierdurch bereits vor der Operation wichtige Informationen wie zum Beispiel über die benötigte Implantatgröße, die bei jedem Patienten individuell ist. Zusätzlich wird so aber auch schon am Computer simuliert, wie die Prothese möglichst exakt positioniert werden sollte, um drohende Komplikationen wie eine Prothesenluxation zu vermeiden.

Auswählen können die Operateure dabei aus einer Vielzahl verschiedener Kunstgelenke. Die Sportklinik arbeitet mit verschiedenen der weltweit führenden Hersteller künstlicher Gelenke zusammen, um so zu gewährleisten, dass jeder Patient den für ihn bestmöglichen Ersatz bekommt.

Als Standzeit für eine Prothese werden 15 bis 20 Jahre angegeben, durch verbesserte Materialien erhoffen sich die Operateure eine noch längere Haltbarkeit der künstlichen Gelenke.

Unser Ärzteteam


Dr. med. Joachim Hagenah

Chefarzt

Endoprothetik

Lars Richter

Leitender Oberarzt

Endoprothetik

Bernd Irlenbusch

Oberarzt

Endoprothetik

Dr. med. Tobias Schmenn

Oberarzt

Endoprothetik

Petra Burghardt-Tonkowski

Fachärztin

Endoprothetik

Kontakt & Terminvereinbarung


Heike Eggert-Sponier

Sekretariat Endoprothetik – Zentrum für künstlichen Gelenkersatz

Privatambulanz

Tel. 02351 945-2221
Fax 02351 945-2091
sekretariat.hagenah@hellersen.de

Sprechzeiten

Montag, Freitag
8.00 – 12.00 Uhr
Termine nur nach Vereinbarung

Ambulanz

Tel. 02351 945-2421
Fax 02351 945-2091
sekretariat.hagenah@hellersen.de

Sprechzeiten

Montag – Mittwoch
8.00 – 14.00 Uhr
Termine nur nach Vereinbarung

Zu allen anderen Zeiten wird Ihnen in unserer Zentralen Notfallambulanz Tel. 02351 945-0 geholfen.

Zentrale Notfallambulanz